Der Film aus dem Schloss

Unser Video aus dem Akustischen Diorama (was das nun schon wieder sein soll, erklären wir in einem gesonderten Beitrag), hier als Film:

Film: Akustisches Diorama von Serotonin

Der Film hat eine Laufzeit von etwa 5 Minuten und läuft auch im Akustischen Diorama im Schloss Schönhausen Berlin.

Warum steht ein Akustisches Diorama im Schloss Schönhausen?
Das Schloss Schönhausen hat eine wechselvolle Vergangenheit – zunächst Sommerresidenz der preußischen Königin Elisabeth Christine, Gemahlin Friedrichs des Großen, in der NS-Zeit als genutztes Depot für beschlagnahmte und von den Nazis sogenannte „Entartete Kunst“, dann Amtssitz des Staatsoberhaupts der DDR, Wilhelm Pieck und schließlich nach Abschaffung des Präsidentenamts nach sowjetischem Vorbild Staatsratsgebäude der DDR. 1964 zum Gästehaus für hochrangige Staatsgäste der DDR umgebaut, bot das Schloss Schönhausen nicht nur eine schöne Umgebung für Gäste wie Leonid Breschnew, Fidel Castro oder Michail Gorbatschow, sondern die SED inszenierte sich damit auch selbst.
Und natürlich mussten die Staatsgäste der DDR auch bewirtet werden! Vom Havelzander, Rotwild aus der Schorfheide bis zur klassischen Soljanka war alles dabei. Die Tafel wurde für die hochrangigen Gäste reich gedeckt – mit Speisen, die sich die Bürger in der DDR-Mangelwirtschaft nur äußerst selten – wenn überhaupt – zu Gemüte fuhren durften. Die erlesenen Menüs im Schloss Schönhausen dienten also ebenfalls der Selbstinszenierung der SED: „Seht her! Uns fehlt es an nichts!“

„Schmeckt wie Zuhause“ – Ein Projekt für das Schloss Schönhausen Berlin erdacht und gestaltet von Serotonin, im Auftrag der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, gefördert im Rahmen des „European Cultural Heritage Year (ECHY) 2019“.

Posted in

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.